Das Buch gliedert sich in 4 Teile:
I./II. In den ersten beiden Teilen verkündet Zarathustra die Lehre vom Übermenschen.
III. Im dritten Teil formuliert er den Kerngedanken seiner Philosophie:
'Grund aller Dinge ist die ewige Wiederkehr des Gleichen mit ihrer Sinnlosigkeit'
Er richtet sich also gegen einen übergeordneten Sinn, und ein Ziel, auf das die Geschichte zustrebt. Der Gedanke mag zwar nihilistisch sein, zeigt aber auch, das es der schaffende Wille der Menschen, der Götter und Sinn erfindet. Durch die Wiederkehr allens, auch des Leidens und Hässlichen, verzweifelt Zarathustra nicht, sondern erkennt darin das Leben, und bejaht es. Dem Nihilismus stellt er sich mit einem an der Natur, dem Leben orentierten Willen.
IV. Im letzten Teil schließlich wird Zarathustra von Menschen ersucht ihnen durch den Tod Gottes erzeugten Verzweiflung herauszuhelfen. Obwohl er zuerst dem Mitleid erliegt, obsiegt sein sein Wissen um die Wiederkehr des Gleichen zu überwinden. Dadurch, das er die christlichen Werte nun vollkommen, verwirft, entspricht er seinem, und Nietzsches Ideal vom Übermenschen.
Mal bildet Nietzsche eine These, dann verwirft er sie ein paar Seiten weiter wieder. Dadurch wird die Suche selbst nach dem 'Richtigen' zum zentralen Punkt seines Buches.
Nietzsches Werk aus den Jahren 1883 bis 1885 beinflußte auf starke Weise die deutsche Literatur (z.B. Thomas Mann oder Hermann Hesse).
Zitate aus "Also Sprach Zarathustra":
"Ich lehre euch den Übermenschen. Der Mensch ist etwas, das überwunden werden soll. […] Der Übermensch ist der Sinn der Erde." - Zarathustras Vorrede (3)
"Der Mensch ist ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch - ein Seil über einem Abgrunde." - Zarathustras Vorrede (4)
"Nicht durch Zorn, sondern durch Lachen tötet man." - 1. Teil; Vom Lesen und Schreiben
"Ihr habt mir zu grausame Augen und blickt lüstern nach Leidenden. Hat sich nicht nur eure Wollust verkleidet und heißt sich Mitleiden?" - 1. Teil; Von der Keuschheit
"Du gehst zu Frauen? Vergiss die Peitsche nicht!" - 1. Teil; Von alten und jungen Weiblein.
"Nicht nur fort sollst du dich pflanzen, sondern hinauf! Dazu helfe dir der Garten der Ehe!" - 1. Teil; Von Kind und Ehe
"Kirche? antwortete ich, das ist eine Art von Staat, und zwar die verlogenste." - 2. Teil; Von grossen Ereignissen
"Kluge Narren reden besser." - 4. Teil; Der Schatten
"Trachte ich denn nach Glücke? Ich trachte nach meinem Werke!" - 4. Teil; Das Zeichen
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