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Nietzsches Philosophie
Nietzsches Philosophie wurde oft fehlintepretiert (drittes Reich), erschwert wurde dies durch die Manipulation seiner Werke durch seine eigene Schwester.
Man unterteilt Nietzsches Schaffen in der Regel in drei Perioden, die zwar in einander übergehen, doch aber recht unterschiedlich sind.
1. Schaffensperiode (ca. 1869-76):
Starker Bezug und Verherrlichung der antiken griechischen Tragödie, dabei erkennt
er die ineinander verschmelzenden Gegensätze Apollinisch und
Dionysisch.
Sokrates war
am Tod der griechischen Tragödie schuld, diese untergegangene Kultur erhofft
sich Nietzsche durch Wagner wieder belebt zu bekommen.
Kurze Zeit später aber kommt es zum Bruch der Beiden, da Nietzsche Wagner als Diener des Christentums bezeichnet, Wagners Musik sei krank, außerdem ist Nietzsche nicht mit dem Nationalismus und Antisemitismus Wagners einverstanden.
2. Schaffensperiode (ca. 1876-82):
Die größte Erkenntnis Nietzsche in dieser zweiten
Schaffensperiode ist das Verneinen jeglicher Moral, Nietzsche ist gegen Nächstenliebe
und Mitleid, die ein Produkt von ihr ist.
Die Moral macht alle Menschen gleich, indem sie ihre Verschiedenheit leugnet.
Aus dieser Zeit stammen auch viele Aussagen gegen Demokratie:
'Alle Moral in Europa ist heute Herdentier-Moral.'
, gegen Sozialismus:
'Das sozialistische Ideal ist das der Gesamtentartung des Menschen zum vollkommenen Herdentier.'
, gegen Frauen:
'Streben nach Emanzipation ist ein Zeichen der Entartung.
, gegen die Metaphysik:
'bleibt der Erde treu und glaubt denen nicht, welche euch von überirdischen Hoffnungen reden!' Giftmischer sind es, ob sie es wissen oder nicht.'
.
Das Christentum praktiziere eine 'Sklavenmoral', die schlimmstmögliche Art der Moral. Die Kirche beraubt die Menschen des Lebens, das sie immerfort auf das 'Jenseits' verweißt.
3. Schaffensperiode (ca. 1883-88):
Diem dritte Schaffensperiode ist stark widersprüchlich:
Zum einen folgert Nietzsche aus seinen Erkenntnissen den Nihilismus ('Die radikale
Ablehnung von Wert, Sinn und Wünschbarkeit') in dem er in Zarathustra die
'ewige Wiederkunft des Gleichen' verkünden lässt, zugleich erschafft
er im 'Übermenschen' einen Ersatz für Gott, zu dem die Menschen streben
sollen ('Der Übermensch ist der Sinn der Erde').
Der Übermensch glaubt an den 'Tod Gottes', beugt sich keinem Glauben, ist Individualist, bejaht das Leben, verfügt über den 'Willen zur Macht'.
Um den Übermenschen zu erreichen müssen die Menschen über sich hinaus schaffen und zugrunde gehen.
Ich liebe den, der über sich selber hinaus schaffen will und so zugrunde geht.
Dies würde sich über drei Stadien hinziehen:
Drei Verwandlungen nenne ich euch des Geistes: wie der Geiste zum Kamele wird, und zum Löwen das Kamel, und zum Kinde zuletzt der Löwe.
Dabei steht das Kamel arbeitswilligen Geist ('Sklavenmoral'), der Löwe für
den freien Geist und das Kind für den unschuldigen, Wertsetzenden Geist.
Den Geist des Übermenschen.
'Der Wille zur Macht' soll für die neue Wertsetzung entscheidend sein, da er das Urprinzip ist, der Grund allen Handelns allen Seins und sogar der Welt selbst.
'Diese Welt ist der Wille zur Macht - und nichts außerdem! Und auch ihr selber seid dieser Wille zur Macht - und nichts außerdem!'
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